Feuer, Wasser, Luft und Erde: die vier Elemente einer nachhaltigen Produktion

Martorell/Weiterstadt,  17.06.2019

  • SEAT hat die Umweltauswirkungen seiner Produktion um 34 Prozent gesenkt
  • Bis 2025 soll eine Verringerung von 50 Prozent erreicht werden
  • Konkreter, umfassender Maßnahmenkatalog ausgearbeitet
  • Weitere Erfolge sollen durch Kreislaufwirtschaft erzielt werden

Luft: nachhaltige Schornsteine
Mit einer weiteren Nachhaltigkeitsmaßnahme konnte SEAT den Erdgasverbrauch im Werk um 11,7 Gigawattstunden pro Jahr senken ‒ das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 2.400 spanischen Haushalten. Möglich wurde dies mit der neuen Anlage zur Rückgewinnung der Abwärme aus den Trocknungsöfen in einer der Fertigungshallen. Die heiße Luft, die aufsteigt, erwärmt einen Wasserkreislauf, der anschließend bei Fertigungsprozessen in der Lackieranlage wieder zugeführt wird. Allein durch diese Initiative gelangen im Jahr 2.400 Tonnen weniger COin die Atmosphäre – das entspricht in etwa 2.200 Flügen von Madrid nach New York.

Wasser: ein Farbenmeer
Den höchsten Wasserverbrauch des Stammwerks in Martorell weist die Lackieranlage auf – sie benötigt fast die Hälfte des Gesamtwasserverbrauchs. Oberflächenbehandlungen der Karosserie, Wasserwaschkabinen zur Vorbereitung für die Lackierung und die abschließende Lackierung verbrauchen dabei das meiste Wasser. Deshalb gibt es genau hier die größten Anstrengungen zur Wassereinsparung. Bei der Spritzlackierung der Fahrzeuge fallen immer geringe Mengen Lack ab und werden in einem speziellen Behandlungsbecken aufgefangen. „Hier wird der Lack auf chemische Weise vom Wasser getrennt. Wenn das Wasser gereinigt wurde, wird es wieder in den geschlossenen Wasserkreislauf eingespeist“, erklärt Dr. Casas.

Ein weiterer Bereich, in dem viel Wasser benötigt wird, ist der Regentest, bei dem die Wasserdichtheit der Fahrzeuge geprüft wird. Sechs Minuten lang prasseln hier 150 Liter Wasser pro Quadratmeter auf das Fahrzeug nieder. Dieses System ist ebenfalls ein geschlossener Kreislauf. „Wir fangen das Wasser auf und führen es einem Reinigungskreislauf zu. Auch dieses Wasser wird dann wiederverwendet“, erklärt Dr. Casas. 

Feuer: die Sonne als Energiequelle
Lange Zeit dachte die Menschheit, die Sonne sei ein großer Feuerball. Dieser Irrglaube ist natürlich längst widerlegt, doch das riesige Energiepotenzial unseres Zentralgestirns steht uns nach wie vor zur Verfügung und heute wissen wir auch, wie wir es nutzen können. Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist SEAT al Sol – die größte Solaranlage der europäischen Automobilindustrie. Auf einer Fläche von 276.000 Quadratmetern zieren 53.000 Photovoltaikmodule die Dächer der Produktionshallen sowie die überdachten Parkplätze – auf einer Fläche so groß wie 40 Fußballfelder. Im Jahr erzeugt das Werk auf diese Weise 17 Millionen Kilowattstunden eigenen Strom – ganz ohne Schadstoffausstoß. „Mit SEAT als Sol sparen wir jährlich 4.250 Tonnen CO2ein – das entspricht der Menge, die von rund 700.000 Bäumen aufgenommen werden könnte“, freut sich Dr. Casas.

Im Rahmen seiner Umweltinitiativen hat SEAT zudem alle herkömmlichen Glühbirnen im Innen- und Außenbereich der Produktionsstätten durch hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt. Allein durch diese Maßnahme spart das Unternehmen jährlich so viel Energie, wie 1.000 Haushalte verbrauchen.

Und zum Schluss: der SEAT Wald
SEAT Mitarbeiter haben mitgeholfen, einen botanischen Garten im Park Can Casas in Martorell anzulegen. Bei dieser Initiative wurden 80 verschiedene einheimische Baumarten gepflanzt und gleichzeitig ein geschützter Raum für den Mittelmeer-Laubfrosch (Hyla meridionalis) geschaffen. Jeder Baum ist nun mit einem QR-Code versehen, der gescannt werden kann, um Informationen über die jeweilige Baumart zu erhalten.

Die Zahlen …

Reduzierung der Umweltauswirkungen zwischen 2010 und 2018: 34 Prozent

Eingesparte Energie: 22 Prozent

Eingespartes Wasser: 31 Prozent

Eingespartes CO2: 63 Prozent

Reduzierung des Produktionsabfalls: 34 Prozent

Reduzierung von Lösungsmitteln: 22 Prozent


SEAT Pressekontakt

Melanie Stöckl
Leiterin Kommunikation
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