Industrie 4.0 bei SEAT

Alltagsroutine mit Robotern

Martorell/Weiterstadt,  13 Juni 2018

  • 125 Roboter im SEAT Werk Martorell im Dauereinsatz
  • Einzeltragfähigkeit von bis zu 1.500 Kilogramm
  • Jährlich legen sie eine Strecke von mehr als 436.000 km zurück
  • 360-Grad-Rundumsicht garantiert unfallfreie Zusammenarbeit

Eine Reise zum Mond mit Verkehrsampeln und Fußgängern

Jährlich legen die FTF eine Strecke von mehr als 436.000 km zurück, das ist mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Wenn sie ihren vorgegebenen Routen folgen, wissen sie dank ihrer 360-Grad-Rundumsicht genau, wann sie anhalten müssen, zum Beispiel an einer roten Ampel oder wenn ein Arbeiter ihren Weg kreuzt. Sie stimmen sich mit „Fußgängern“ ab und garantieren ihre Sicherheit, indem sie mit Laserscan-Lampen auf sich aufmerksam machen.

Navigieren mit der „Roboter-Galaxie“

Die FTF im Werk Martorell folgen den 40 Führungsbahnen, die mit im Fußboden eingebetteten Magnetschienen ausgelegt sind. Die Routen dauern zwischen einer und sieben Minuten. Während dieser Zeit folgen die Roboter den Führungsschleifen und reduzieren in Kurven automatisch ihre Geschwindigkeit, um ihre Stabilität nicht zu verlieren, wenn sie schwere Lasten transportieren, und einen Sicherheitsabstand einzuhalten. Zukünftig werden diese Führungsbahnen durch GPS-Navigationssysteme ersetzt werden.

Fünf Mitarbeiter zur Überwachung

In einem Kontrollraum konfigurieren fünf Mitarbeiter aus der Ferne die Wegeinstellungen für alle FTF und modifizieren diese auch bei Bedarf. Ein zentraler Server erfasst die Informationen aus der in jedem Roboter installierten Software. Die exakte Position jedes Roboters wird mit einem numerischen Symbol auf den Bildschirmen im Kontrollraum angezeigt. Ein grünes Licht zeigt an, dass sie auf voller Kraft laufen. Wenn es gelb leuchtet, haben die FTF wegen eines Hindernisses angehalten oder müssen ihre Akkus aufladen. Das System erkennt auch mögliche technische Probleme und kann sie sofort lösen.

Intelligente Aufgabenteilung

Dank der vierten industriellen Revolution können Arbeiter Prozesse steuern, um die Entscheidungsfindung zu optimieren und die schwersten körperlichen sowie monotonsten Aufgaben von diesen kollaborativen Robotern ausführen zu lassen. Als Branchenführer für Digitalisierung und Automatisierung ist SEAT auch in anderen Bereichen Vorreiter, wie bei der Einbindung von Software und Hardware in Produktion und Logistik.

 

Weitere Informationen:
Melanie Stöckl
Leiterin Kommunikation
Telefon: 0 61 50/1855 450
E-Mail: melanie.stoeckl@seat.de